Berechnungsgrundlagen

Diese Seite dokumentiert offen, welche Formeln und Faktoren die Rechner verwenden und welche Grenzen die Ergebnisse haben.

BMI-Formel

Der BMI setzt Körpergewicht und Körpergröße in Metern ins Verhältnis.

BMI =Körpergewicht in kgKörpergröße in m × Körpergröße in m
Gewicht
Körpergewicht in Kilogramm
Größe
Körpergröße in Metern
BMI
Ergebnis in kg/m²

Beispiel

Gewicht:70kgGröße:1,75m
EinsetzenBMI = 70 kg ÷ (1,75 m × 1,75 m)
ErgebnisBMI = 22,9 kg/m²

Die Körpergröße wird von Zentimetern in Meter umgerechnet und quadriert. Für Erwachsene werden die üblichen Kategorien verwendet: unter 18,5 Untergewicht, 18,5 bis unter 25 Normalbereich, 25 bis unter 30 Übergewicht, 30 und mehr Adipositas-Bereich.

Mifflin-St-Jeor-Formel – Für Männer

Grundumsatz =
10 × Gewicht
+ 6,25 × Größe
− 5 × Alter
+ 5

Gewicht in kg · Größe in cm · Alter in Jahren · Ergebnis in kcal pro Tag

Mifflin-St-Jeor-Formel – Für Frauen

Grundumsatz =
10 × Gewicht
+ 6,25 × Größe
− 5 × Alter
− 161

Gewicht in kg · Größe in cm · Alter in Jahren · Ergebnis in kcal pro Tag

Rechenbeispiel Grundumsatz

Mann, 35 Jahre, 80 kg und 180 cm.

Beispiel für einen Mann

Alter:35JahreGewicht:80kgGröße:180cm
Grundumsatz =
10 × 80 + 6,25 × 180 − 5 × 35 + 5
Ergebnis= 1.755 kcal pro Tag

Aktivitätsfaktoren und Gesamtumsatz

GrundumsatzAktivitätsfaktorgeschätzter täglicher Kalorienbedarf

Beispiel

1.755 kcal × 1,55 = 2.720 kcal pro Tag

Der Aktivitätsfaktor erhöht den Grundumsatz entsprechend der täglichen Bewegung.

Der Aktivitätsfaktor erhöht den Grundumsatz entsprechend der täglichen Bewegung. Die beiden Varianten unterscheiden sich nur in der Konstante; die Auswahl ist deshalb ein Rechenparameter und keine medizinische Einordnung.

NiveauFaktor
Kaum aktiv1,2
Leicht aktiv1,375
Mäßig aktiv1,55
Sehr aktiv1,725
Extrem aktiv1,9

Das Ergebnis wird zusätzlich als Bereich von etwa ±10 % ausgegeben.

Warum die Ergebnisse Schätzwerte sind

  • Die Formeln beruhen auf Mittelwerten größerer Personengruppen.
  • Körperzusammensetzung, Muskelanteil und Fettverteilung fließen nicht ein.
  • Hormonlage, Medikamente, Schlaf und Stress beeinflussen den Energieverbrauch.
  • Die Selbsteinschätzung der Aktivität schwankt stark.

Informationsangebot statt medizinischer Beratung

Die Rechner liefern rechnerische Orientierungswerte. Eine medizinische oder ernährungswissenschaftliche Beratung berücksichtigt zusätzlich Krankengeschichte, Laborwerte, Medikation und individuelle Ziele. Diese Website ersetzt das nicht.

Nicht allein auf den Rechner verlassen

Unter 18 Jahren, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei einer Essstörung, bei diagnostizierten Erkrankungen, bei Medikamenten mit Einfluss auf Gewicht oder Stoffwechsel und vor größeren Ernährungsumstellungen ist fachlicher Rat notwendig.

Zur praktischen Anwendung: Rechner-Übersicht.